Rechtliches

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Rechtliche Grundlage für die Reparatur von Schlauchlosreifen, §36 StVZO ( BMV/StVZO 13/36 ),

Mit Gültigkeit für die Bundesrepublik Deutschland (aber deshalb nicht unwichtig im Ausland) hat der Gesetzgeber 2000 neue Richtlinien für

1) Die Beurteilung von Reifenschäden an Luftreifen und

2) Die Instandsetzung von Luftreifen erlassen.

 

 

Nachfolgend finden Sie Auszüge aus der Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen:

3. Allgemeine Anforderungen

3.1 Grundsätzlich ist jeder Reifen vor der Reparatur zur Analyse des Schadens und zur Reparaturdurchführung von der Felge zu demontieren. Ausgenommen sind Reifen, die Schäden aufweisen, welche eindeutig als rein äußere Verletzung des Reifens erkennbar sind und ohne Demontage von außen repariert werden können, sowie Reifen an Nutzfahrzeugen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h.

3.2 Vor der Reparatur ist der Reifen hinsichtlich seiner Reparaturwürdigkeit zu untersuchen

3.3 Je nach Schadensbild sind ausschließlich die hierfür geeigneten Reparaturmittel nach Anweisung des Herstellers

dieser Reparaturmittel zu verwenden;

3.5 Schäden an Reifen, die mittels Pannenhilfsmittel behandelt wurden, können nicht repariert werden.

3.6 Das Einlegen eines Schlauches ohne Behebung des Reifenschadens ist unzulässig

 

4. Reparaturausführung

Für die Lochkanalfüllung von Stichverletzungen im Laufflächenbereich kann auch ein vorvulkanisierter

Gummikörper in Verbindung mit einem Reparaturpflaster Verwendung finden. 

Dabei gilt ergänzend:

Kraftradreifen

An Kraftradreifen sind Reparaturen von Stichverletzungen bis höchstens 6 mm Schadensausdehnung im Laufflächenbereich mittels Kombireparaturkörper zulässig.

Reifen an PKW und ihren Anhängern

Im Laufflächenbereich sind Reparaturen von Stichverletzungen bis höchstens 6 mm Schadensausdehnung mittels Kombireparatur-Körper zulässig.

C-Reifen und Reifen mit einer Tragfähigkeitskennzahl kleiner 122 an Nutzfahrzeugen und ihren Anhängern

Im Laufflächenbereich sind Reparaturen von Stichverletzungen bis höchstens 6 mm Schadensausdehnung mittels Kombireparaturkörper zulässig.

Reifen mit einer Tragfähigkeitskennzahl größer oder gleich 122 an Nutzfahrzeugen und ihren Anhängern

Im Laufflächenbereich sind Reparaturen von Stichverletzungen bis höchstens 10 mm Schadensausdehnung mittels Kombireparaturkörper zulässig.

Beachten Sie, dass oben zitierte Richtlinie Grundlage der deutschen Rechtsprechung ist.

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